SOFIA

SurTec beschichtet den „Outer Cradle“ des Teleskops mit SurTec 704 (cyanidfrei-alkalisch Zink) und SurTec 680 Chromitierung

Beschichtungskonzept: Dipl.-Ing. Bettina Kerle und Dr. Rolf Jansen
Sicherheit und Transport: Dipl.-Ing. Severin Thamm

 

Hintergrund

SOFIA ist ein Jumbo-Jet Boeing 747 mit einem IR-Teleskop, um astronomische Messungen machen zu können. Mit SOFIA soll u.a. untersucht werden, wie neue Sterne geboren werden.

 
 

Ein kleiner Baustein des Projektes ist der „Outer Cradle“, der zusammen mit anderen Bestandteilen die Beweglichkeit des Teleskops sicherstellt.
MAN baut das Teleskop, der Outer Cradle wurde im Unterauftrag durch VÖEST in Linz hergestellt. Beschichtet wurde es nach SurTec-Vorgaben, unter aktiver Betreuung vor Ort und mit SurTec-Prozessen bei Haslinger in Linz.

Für die Beschichtung wurden mehrere Alternativen erwogen: hochkant, axial gedreht, ganz oder halb eingetaucht, liegend, mit oder ohne Bewegung... Endlich stand es fest: Der radförmige „Outer Cradle“ wird komplett eingetaucht und in liegender Position beschichtet.

 
Der unbeschichtete Rohling des Outer Cradle wird angeliefert. SurTec-Ingenieurin Bettina Kerle wirft einen ersten Blick auf das edle Teil.
 


Der ca. 800 kg schwere Outer Cradle hat einen Durchmesser von knapp 3 Metern. Sorgfältiges Handling ist angesagt: Er kostet etwa eine halbe Million DM.

 


Halterungen für Kontaktierung und Prüfbleche werden montiert.

 

Zur Vorbehandlung wurde zunächst mit dem Kaltreiniger SurTec 052 (PDF-Datei, 40 KB) manuell gereinigt und dann in Salzsäure mit Beizentfetter SurTec 425 (PDF-Datei, 44 KB) gebeizt. Dann wurde der große Ring in Kalilauge + Wasserenthärtungsadditiv SurTec 954 (PDF-Datei, 48 KB) neutralisiert und in das Verzinkungsbecken gehoben. Der cyanidfreie Zinkelektrolyt wurde mit KOH und SurTec 704 (PDF-Datei, 80 KB) angesetzt, um eine möglichst homogene Metallverteilung auf diesem komplizierten Teil zu erzeugen.

 
Kontaktierung und sichere Halterung ist fertig. Links im Hintergrund warten Elektrolyt und Beize im Container auf ihren Einsatz.
 


Die Beschichtungswannen werden nur ein Mal benutzt!

 


Die Schichtdicke wurde gemessen – sie ist rundum in etwa gleich dick (25 ± 5 µm).

 

Beschichtet wurde mit ca. 2 A/dm2 in einem runden Stahltank, der gleichzeitig die Anode darstellte. Für eine „Einmalverzinkung“ ist das optimal. Nach dem Verzinken wurde gut gespült und dann in SurTec 680 (PDF-Datei, 64 KB) chromitiert. Die dreiwertige Dickschichtpassivierung ist als chemisch besonders stabile Schicht für die Extremanforderungen bei SOFIA gut geeignet.

 

Die werthaltigen Lösungen (Zinkelektrolyt, Chromitierungsbad) wurden von SurTec zurückgenommen; die Säure kann bei Haslinger für Neutralisierungszwecke eingesetzt werden.


Auch Bettina Kerle ist zufrieden...