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Zwingenberg. Tag der offenen Tür bei SurTec. Viele Gäste,
zumeist aus Zwingenberg, folgten der Einladung und warfen am Freitag einen Blick hinter die Kulissen
des Unternehmens, das Produkte und Verfahren für die Oberflächentechnik entwickelt, herstellt
und vertreibt.
Seit zehn Jahren gibt es die international tätige SurTec. Vor drei Jahren verlegte man die
Firmenzentrale nach Zwingenberg und errichtete ein Fabrikgebäude nach dem Konzept des
Passivhausbaus. Im puncto Energieeinsparung nimmt es europaweit eine Vorreiterrolle ein. Es ist das
erste Werk auf diesem Kontinent, das die Prinzipien des Passivhausbaus erfüllt.
Für SurTec war es selbstverständlich, zum runden Jubiläum die "Nachbarn"
einzuladen. Jeder Privathaushalt sollte per Post persönlich eingeladen werden. Leider gingen dort
die Briefe verloren, erzählte SurTec-Mitarbeiterin Frau Love. Also griff man in letzter Sekunde zu
einer Notlösung und klebte Plakate.
Die Nachbarn ließen sich nicht zweimal bitten. Überraschend viele fanden den Weg ins
Passivhaus. Bei Würstchen und Bier genossen sie im "grünen" Atrium die Stunden
unter den Palmen und der Bananenstaude, während sich die Kinder in der "Schminkstube"
aufhielten oder unterschiedlich geformte Luftballons durch die Gegend trieben.
SurTec ist ein führender Hersteller von Spezialreinigern und Galvanotechnik. Kunden kommen aus der
Autoindustrie ebenso wie etwa aus der Schraubenproduktion. Wer es genauer wissen wollte, konnte am Tag
der offenen Tür an einer Führung teilnehmen und sich ein genaueres Bild verschaffen.
Etwa die Hälfte der 68 Mitarbeiter sind in der Verwaltung tätig. Die kleinen, aber hellen
Büroräume sind mit Glas voneinander getrennt. Ein Blick in die Galvanik. Hier werden
Verfahren entwickelt, um Eisenteile - vom Scharnier bis hin zur Stoßstange eines Autos - mit
einer Schutzschicht zu überziehen, die schnelles Rosten verhindert. Die Schicht soll selbst dann
nicht abplatzen, wenn eine Bruchstelle im Metall entsteht. Für den Korrosionsschutz entwickelt
SurTec die Chemie. Im physikalischen Messraum kommt hochmoderne Messtechnik zum Einsatz, um die
Beschichtung auf den Eisenprodukten zu prüfen.
Weiter ging's ins Analytik-Labor. Hier wird der Prototyp auf Herz und Nieren geprüft. Hochsensible
Geräte lassen selbst feinste Risse in der Oberflächenbeschichtung erkennen. Sobald der
Prototyp grünes Licht hat, wird die Produktion angestoßen. In großen Behältern
werden die Produkte gemischt, verpackt und über ein Förderband ins Lager transportiert.
Die Führungen durch das Haus kamen einer Exkursion durch die moderne chemische Forschung und
Wissenschaft gleich. Entsprechend spannend war der Rundgang für die Gäste, die von den
Mitarbeitern in kleinen Gruppen und kurzen Abständen durch die Räume geschleust wurden.
moni
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