Gebäude- und Betriebsbeschreibung

Das Gebäude gliedert sich in 3 Teile, jeweils durch einen Zwischenbereich mit Erschließungsfunktion getrennt. Dies sind von West nach Ost:

  • Lager
  • Lichtgang
  • Labor/Produktion
  • Atrium
  • Büros
 

Lager

Vollautomatisches Hochregallager mit ca. 3000 Palettenplätzen, in 3 Gassen auf 7 Lagerebenen aufgeteilt. Im nördlichen Bereich in unmittelbarer Nachbarschaft zur LKW-Andienung ist das Lagergebäude in der Vertikalen in 4 Ebenen geteilt.
Ebene -1 = Blocklager Leergebinde, Ebene 0 = Warenausgang, Ebene 1 = Wareneingang, Ebene 2 = Produktionsvorbereitung.

Nach Osten hin schließt ein Verbindungsgang an, der zur Belichtung der Produktion dient. Im Norden und im Süden befinden sich am Ende jeweils ein Treppenhaus. Im Norden liegt zusätzlich der Schacht für einen Vertikalförderer, der die Hauptverbindung für den automatischen Warenumschlag zwischen den Geschossen darstellt (kein Personenaufzug). Im mittleren Bereich befindet sich eine produktionsinterne Verbindung zwischen den Geschossen KG (Ebene -1) und 1.OG (Ebene +2). Der Verbindungsgang ist begrünt.

 

Produktion

Das Produktionsgebäude schließt an den Verbindungsgang an. Die Produktionsaufgabe erfolgt im 1.Obergeschoß (Ebene +2), das Abfüllen wird im Erdgeschoß (Ebene 0) vorgenommen. Dazwischen hängen die Mischer, die weitestgehend fest in ein Verrohrungssystem zur Vermeidung von internen Luftverunreinigungen eingebunden sind.

Unter der Produktionsebene befinden sich im Kellergeschoß Tanklager, Faßlager (Leergebinde) und technische Anlagen. Hierzu zählen Abwasserbehandlung, Luftwäscher und Absauganlage, Wärmetauscher, Haustechnik wie Wasserabschluß, Abwasseranschluß, Elektroanschluß, Sprinklerzentrale. Im Süden schließt ein 220 qm fassender Behälter für die Wasserbevorratung der Sprinkleranlage an.

Im Erdgeschoß befinden sich südlich der Produktion die Sanitärräume der Produktion und Büros für die Produktionssteuerung. Darüber im 1.OG liegt der Bereich Technikumsanlage, der dem Labor zugeordnet ist. Hier werden Praxistests gefahren und Muster bearbeitet. Eine interne Treppe verbindet hier Ebene 2 und 3 (Labors).

 

Labor

Über der Produktion befindet sich im 2. OG (Ebene 3) der Laborbereich. Im Norden ist ein Großraumlabor angelegt, in der Mitte liegen einzelne Räume wie Werkstatt, Korrosionsprüfraum und WCs. Im Süden befindet sich das Analytiklabor mit einem Raum für das Rasterelektronenmikroskop, der dunkel sein muß und nur zum zeitweiligen Aufenthalt dient. Das Labor- und Produktionsgebäude ist wie das Lagergebäude im Kellergeschoß als abgedichtete Wanne ausgebildet und bildet eine konstruktive Einheit.

 

Atrium

Östlich an das Labor- und Produktionsgebäude schließt das überdeckte Atrium an. Es dient der Haupterschließung zwischen Labor, Büros, Konferenz- und dem Eingangsbereich. Das Atrium ist als Glashaus aufgebaut, dient der Belichtung der Produktion, als großzügiger transparenter Aufenthaltsbereich auch für Pausenzeiten und Veranstaltungen und im wesentlichen auch der solaren Energiegewinnung im Winter.

Das Gesamtgebäude ist sehr kompakt aufgebaut (geringe Außenwandfläche/Volumen), sodass Wärmeverluste minimiert und gleichzeitig hohe thermische Energiegewinne durch Solarstrahlung auf das gläserne Atrium nutzbar gemacht werden können (Passivhauskonzept). Das Atrium ist größtenteils intensiv begrünt und stellt damit eine klimatische Ausgleichszone mit hohem ästhetischen Nutzwert dar.

 

Büros

Die Verwaltung schließt über sehr offen gestaltete Bereiche (kompletter Sprinklerschutz) an das Atrium an und ist über drei Geschosse geführt. Die Grundrisse sind so gestaltet, dass einzelne Bereiche je nach Bedarf unterteilt werden können. Im Erdgeschoß liegen im nördlichen Teil drei Konferenzräume, die eine höhere Raumhöhe als die Büros im Süden aufweisen (Proportionen) und sich zu einem großen Konferenzbereich verbinden lassen. Nördlich schließt eine Toilettenanlage an, südlich ein über alle Geschosse offener und verglaster Bereich für Cafeteria mit Küche. Hier besteht die Möglichkeit, nach Osten auf eine Terrasse am Teich zu gelangen, um in der warmen Jahreszeit die Außenbereiche nutzen zu können.

 

Ästhetisches und ökologisches Konzept

Während sich das Lager als Schallschutz und Großform neben der Bahnlinie behauptet, ist das Gebäude nach Osten hin verkleinert und untergliedert. Dadurch entsteht eine angemessene Proportion zu den anliegenden Wohngebieten. Da der Konferenzbereich angeschüttet und begrünt wird, ist in der Geschossigkeit eine zurückhaltende Wirkung gegeben. Die Dachflächen sind alle extensiv begrünt, der Außenbereich mit Ausnahme der Vorfahrt im Süden und der LKW- Andienung im Norden ist ebenfalls standortgerecht begrünt. Regenwassernutzung und ein neuartiges internes Wassernutzungskonzept schont die wichtige Ressource H2O.