| Chrom-VI-freie Konversionsschichten |
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Wie auch immer die geplante EU-Richtlinie über Altfahrzeuge aussehen wird, die Ewald Dörken AG erprobt Chrom-VI-freie Konversionsschichten und machte den notwendigen Technikabgleich mit namhaften Galvano-Fachfirmen. |
![]() Deltacoll®, Deltacoll® GZ, die Nachtauchlösungen für Zink- und Zinklegierungsschichten (Bild: Dörken) |
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Mit dem für Anfang 2003 geplanten Inkrafttreten der neuen EU-Richtlinie über Altfahrzeuge kann, und da liegt sicher die Betonung, das Thema Chrom-VI im Automobilbau tabu sein. Ein Grund jedenfalls für den MKS-Bereich der Dörken-Industrie-Beschichtungs-Systeme, seine patentierte silizium- und titanhaltige Nachversiegelung Deltacoll® einen Technik-Abgleich mit namhaften Galvano-Fachfirmen zu unterziehen. Diese Maßnahme zielte darauf, ein Höchstmaß an Prozeßsicherheit als auch Chrom-VI-Freiheit für den gesamten Schichtaufbau bei Gestell- und Massenkleinteilen zu garantieren. Die galvanische Zink- und Zinklegierungsschichten unterliegen beim Einsatz in der Automobilindustrie sehr vielfältigen Anforderungen. So werden zum Beispiel 120 Stunden im Salzsprühtest ohne Oberflächenveränderung (Weißrost) verlangt. Das Überzugssystem muß zudem Temperaturen zwischen 120 und 150 °C aushalten, es muß Reibungszahlen in einem eng festgelegten Streufenster garantieren und dabei unter Umständen auch noch schwarz oder silberfarben sein. Vor allem aber wird immer häufiger die Forderung nach Chrom-VI-frei veredelten Teilen gestellt, da Chrom VI nicht nur toxisch ist, sondern auch karzinogen, mutagen und teratogen wirkt. Das Thema Chrom VI erhält noch eine zusätzliche Brisanz durch die geplante EU-Richtlinie über Altfahrzeuge. Sie nimmt den Hersteller in die Verantwortung dafür, dass Fahrzeugteile, die Quecksilber, Blei, Cadmium oder Chrom VI enthalten, vor dem Schreddern, Verbrennen oder der Deponierung entfernt werden. Da diese Forderung nur schwer vollständig zu erfüllen ist, bedeutet das ein implizites Verbot dieser Stoffe im Automobilbau. Schutzfilm im DünnschichtbereichMit Deltacoll® als silizium- und titanhaltige Nachversiegelung werden die beschriebenen Anforderungen an galvanische Zink- und Zinklegierungsschichten seit fast zehn Jahren erfüllt. Dieses Material besteht aus einer Titan- und Siliziumkombination und enthält keine III- bzw. VI-wertigen Chromverbindungen. Es wird durch konventionelles Tauchen oder Spritzen, im Spin-Coating oder im Tauch-Zentrifugierverfahren appliziert. Nach 15minütiger Aushärtung bei nur 125 °C und Verdunstung der Lösemittel bildet sich ein Schutzfilm im Dünnschichtbereich, so dass auch sehr enge Toleranzen eingehalten werden können. Der Korrosionsschutz der Versiegelung differiert je nach Untergrund und Vorbehandlung für die Zink- und die Eisenkorrosion. So werden im Salzsprühtest Standzeiten von mindestens 360 Stunden ohne Rotrostbildung bei Galvanisch-Zink mit entsprechender Konversionsschicht erreicht. Die Suche nach dem sauberen SchichtaufbauDie Versiegelungsschicht ist jedoch nur die eine Seite des Problems. Da Deltacoll® eine Konversionsschicht als Haftvermittler und Reaktionspartner zwischen der Versiegelung und der Zinkschicht benötigt, muß die Chrom-VI-Freiheit für das ganze System sichergestellt werden. Aus diesem Grund starteten die Dörken Industrie-Beschichtungs-Systeme im letzten Jahr einen Technik-Abgleich mit namhaften Herstellern von Galvanik-Produkten. Ziel war es, Konversionsschichten zu ermitteln und zu erproben, die bei garantierter Chrom-VI-Freiheit optimal mit der Versiegelung reagieren und ein Höchstmaß an Prozeßsicherheit gewährleisten. Das Ergebnis der Zusammenarbeit liegt nun vor. Die genauen Schichtaufbauten können beispielsweise bei der Enthone-OMI (Deutschland) GmbH in Solingen, bei der Ing. Max Schlötter GmbH & Co. KG, Geislingen, oder der SurTec GmbH, Trebur, erfragt werden. - mav 273 |
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Heft: maschinen anlagen verfahren Jahr: 1999 Ausgabe: 012 Seite: 80 Ewald Doerken AG Frau Dagmar Riefer Voltastr. 50 D-51065 Köln |