| Kühlschmierstoff und Betriebsöle sind eins |
| Multifunktionsöl ist nicht mehr wassergefährdend |
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Das Multifunktionsöl Unifluid 10 lässt sich sowohl als Kühlschmierstoff wie auch als Hydrauliköl einsetzen. Damit deckt das Pflanzenölprodukt zwei Anwendungsbereiche ab, für die bisher verschiedene Fluide eingesetzt werden mussten. |
![]() Bei rund 80 % aller Zerspanungsvorgänge soll sich das Multifunktionsöl einsetzen lassen (Bild: Fuchs Dea) |
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Hydrauliköl, Bettbahn- und Getriebeöl und gleichzeitig Kühlschmierstoff: Mit dem Esteröl Unifluid 10 steht jetzt ein Produkt zur Verfügung, das sowohl als Kühlschmierstoff (KSS) in der spannenden Metallbearbeitung als auch als Betriebsöl eingesetzt werden kann. Das in einem vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten geförderten Verbundprojekt entwickelte Multifunktionsöl soll bisher einzigartig sein. Die Entwickler von der Fuchs Dea Schmierstoffe GmbH in Mannheim, vom Institut für Fluidtechnische Antriebe und Steuerungen (IFAS) der RWTH Aachen, der Alfing Kessler GmbH in Wasseralfingen und der SurTec GmbH, Zwingenberg/Bergstraße, schlugen damit nämlich gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Sie entschärften das Umweltproblem, verringerten die Gesundheitsrisiken für Arbeiter und schalteten das Problem aus, durch Hydrauliköl verunreinigte Bearbeitungsflüssigkeit reinigen zu müssen. Das Produkt ist nicht wassergefährdend, streicht Rolf Luther, Leiter Konzernlabor bei der Fuchs Petrolub AG den vor allem in Deutschland sehr wichtigen Vorteil heraus. Das bedeutet, dass der Anwender des Öls nicht unter die Verwaltungsvorschrift für wassergefährdende Stoffe fällt. Bei den hohen Umlaufvolumina in der Metallbearbeitung bedeutet das ein erhebliches Einsparpotenzial. Insbesondere für Fertigungsbetriebe, die in Wasserschutzgebieten produzieren, bringt der Einsatz des Uni-fluid 10 erhebliche Entlastung, lobt Rolf Luther. Bei herkömmlichen Kühlschmierstoffen sorgen durch Leckagen bedingte Verunreinigungen mit Hydrauliköl, Bettbahnöl und Getriebeöl regelmäßig für Probleme. Das entstehende Gemisch ist schwer zu reinigen, die fachgerechte Entsorgung teuer. Zudem sinkt die Lebensdauer des Kühlschmierstoffs und die Verunreinigung zieht den Metallverarbeitungsvorgang in Mitleidenschaft. Anders das neue Universalfluid: Das Öl mit sehr niedriger Viskosität soll bei rund 80 % aller Zerspanungsvorgänge einsetzbar sein und sich für alle Einsatzbereiche eignen. Dringt beispielsweise Hydrauliköl durch Leckagen ein, kann dadurch das KSS nicht mehr verunreinigt werden, weil die Fluide identisch sind. Nur ein Öl als Kühlschmierstoff und Betriebsstoff vereinfacht die Versorgung und schließt Verwechslungsgefahr im Betrieb aus. Dennoch kann der Bearbeitungsbetrieb nicht einfach einen herkömmlichen Kühlschmierstoff und Betriebsstoffe durch das neue Fluid ersetzen. Wegen der niedrigeren Viskosität muss ebenfalls meist die druckerzeugende Pumpe im Hydrauliksystem ausgewechselt werden. Und wer bisher ein wässriges Reinigungssystem für die öligen Metallteile einsetzt, muss auf ein angepasstes System umsteigen. Im Rahmen des Verbundprojektes sind dafür jedoch Lösungen entwickelt worden. Wer Unifluid 10 einsetzen will, bekommt von uns alle notwendigen Informationen und Empfehlungen für eine Umrüstung und den erfolgreichen Einsatz, versichert Luther. Die Daimler-Chrysler AG setzt das neue Öl bereits in der Fertigung von Lkw-Pleueln ein. ws |
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Heft: Industrieanzeiger Jahr: 2000 Ausgabe: 050 Seite: 39 |