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Umwelt und Geldbeutel entlasten Zehn Unternehmen des Kreises suchen ganz eigenen Ökoprofit |
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Bergstraße. Manchmal sind es ganz banale Dinge, mit denen sich eine große Wirkung erzielen lässt. Ökoprofit ist dafür ein gutes Beispiel: Die Umwelt wird geschont, der Geldbeutel entlastet. Auf diese einfache Formel lässt sich das simple wie geniale Konzept bringen. Aus dem Bergsträßer Pilotprojekt - zum Start hessenweiter Pionier - ist inzwischen eines "unserer Flaggschiffe" geworden, schwärmte ein stolzer Landrat Norbert Hofmann bei einem Workshop der beteiligten Unternehmen in der Bensheimer Sparkasse. Mit seiner Einschätzung erntete der Bergsträßer Verwaltungschef reihum zustimmendes Kopfnicken. Ökoprofit ist schon lange kein Fremdwort mehr, betonte der Landrat. Und das stimmt: Die zweite Staffel des Erfolgmodells wird kurz vor den Sommerferien abgeschlossen werden; eine dritte Runde soll folgen. Der "besondere Charme" an Ökoprofit ist für den Landrat, dass über den finanziellen Anreiz - Hofmann: Es geht nur so" - die Umwelt entlastet wird: weniger CO2 wird in die Luft geblasen, der Verbrauch von Strom, Wasser und Brennstoffen auf das unbedingt Nötige zurückgefahren und Abfall vermieden. So nebenbei schonen kühle Rechner damit ihr Budget. Dass sich Erfolge in den Unternehmen einstellen, dafür trägt Arqum-Geschäftsführer Dr. Uwe Götz, der den Workshop in Bensheim leitete, Sorge. Die Gesellschaft für Arbeitssicherheit, Qualitäts- und Umweltmanagement mit Sitz in München und Frankfurt betreut im Kreis Bergstraße das Projekt - in der ersten Runde im letzten Jahr bereits mit einem messbaren Erfolg. Die 14 Ökoprofit-Betriebe der ersten Stunde geben seitdem zusammen im Jahr eine halbe Million weniger für Energie, Rohstoffe und Wasser aus. Wie pfiffig die Ideen der beteiligten Firmen sind, soll in einem noch zu erstellenden Maßnahmenkatalog dokumentiert werden. Ansporn für andere Unternehmen, es dem vorbildlichen Engagement gleichzutun. Dass die Ideenschmiede durchaus Arbeit macht - erschwerend kommen Firmenetats hinzu, mit denen sich keine großen Sprünge, sprich kostspielige Investitionen machen lassen - sich letztlich aber auszahlt, sagte eine Vertreterin des AWO-Sozialzentrums in Bensheim. Die Einrichtung verfügt über 107 vollstationäre Plätze. Der Einbau von wassersparenden Perlatoren und Duschköpfen soll den Wasserverbrauch drastisch senken. Nach und nach werden alle Glüh- durch Energiesparlampen ausgetauscht. Ähnliche Gedanken hat sich der Darmstädter Caritasverband gemacht, der Träger des Altenpflegeheims St. Elisabeth in Bürstadt ist. In der über 94 vollstationäre Pflegeplätze verfügenden Einrichtung sollen in erster Linie die Energiekosten gesenkt werden. Das Licht spielt in einem Altenpflegeheim eine große Rolle. Da der Bewegungskreis der Heimbewohner zwangsläufig eingeschränkt ist, sie nicht mehr allzu häufig das Haus verlassen können, muss die Atmosphäre stimmen: Ein wohnliches Ambiente schafft Lebensqualität. Allerdings, so die Heimleitung: Licht muss nicht rund um die Uhr brennen, schon gar nicht dort, wo erkennbar nicht der Lauf der Heimbewohner ist. Womit die Lösung auf der Hand lag: Der Einbau von Bewegungsmeldern im großen Speisesaal, aber auch in Küche und Kühlhäusern wird künftig kräftig Strom sparen. |
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© Mannheimer Morgen vom 10.02.2003 |